Warning: A non-numeric value encountered in /homepages/5/d366523348/htdocs/clickandbuilds/SengelmannBiografien/wp-content/themes/Divi/functions.php on line 5806

Liebe Grit und liebe Leser,

nachdem Grit letztes Mal mit der Assoziationskette eine schöne biographische Übung vorgestellt hat, möchte ich heute meine favorisierte Aufgabe mit Ihnen teilen.

Legen Sie sich ein großes Blatt Papier, einen Bleistift und ein Radiergummi zurecht. Nun überlegen Sie: Wo haben Sie in Ihrer Kindheit gelebt? Gab es nur ein Zuhause oder sind Sie mehrmals umgezogen? Nehmen Sie sich die Wohnung vor, in der Sie am längsten gewohnt oder an die Sie die besten Erinnerungen haben.

Nun zeichnen Sie einen Grundriss dieser Wohnung und fügen alle Möbel ein, an die Sie sich erinnern. Sie werden staunen: Es sind mehr als Sie glauben!

Während Sie Ihre Zeichnung anfertigen, kommt Ihnen sicher die eine oder andere Alltagssituation ins Gedächtnis, die Sie zuhause erlebt haben. Dort am Esstisch hat Tante Frieda Sie jeden Donnerstag mit Lateinvokabeln gequält. Einmal saßen Sie in der Fensternische im Wohnzimmer mit Ihrer Mutter und Ihrem Bruder und malten den Mond. Wo kam eigentlich Ihr Schulranzen hin, wenn Sie hungrig nach Hause kehrten und es leider nicht nach Apfelkompott sondern nach Rosenkohl aus der Küche duftete?

Die Erinnerungen kommen mit dem Aufzeichnen. Funktioniert das auch bei Ihnen? Sie schreiben sich am besten gleich auf, was Ihnen an Bildern, Situationen, Düften und Geräuschen präsent geworden ist. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

 

 

 

1 Kommentar

  1. Grit

    Liebe Katja,
    die Erinnerungen sprudeln und sprudeln. Danke für diese schöne Übung!
    Ich wählte mein Elternhaus, in dem ich meine Kindheit bis zum 12. Lebensjahr verbrachte. Anfangs erinnerte ich mich eher an Situationen, von denen es Fotos gibt, z. B. als mein Bruder und ich am Esstisch spontan ein Affentheater veranstalteten oder als meine Mutter an meinem Kindergeburtstag beim „Mehlschneiden“ in der Küche bis über beide Ohren mit Mehl eingestaubt war.
    Je länger ich an Deiner Übung saß, desto mehr erinnerte ich mich auch an Situationen, die nicht bildlich festgehalten wurden und die auch schon sehr lange zurückliegen. Zum Beispiel diese, als meine Mutter mir, nachdem ich mit dem Dreirad unfreiwillig die Treppe „runtergefahren“ bin, einen Marienkäfer ans Bett brachte. Ich war damals vielleicht drei oder vier Jahre alt, spüre aber heute bei dem Gedanken an diese Geste mehr denn je eine tiefe zärtliche Rührung.
    Übrigens drangen meine Erinnerungen immer wieder nach draußen in unseren damals recht großen Garten. Ich denke, es lohnt sich, Deine Übung auf die direkte Umgebung auszudehnen.
    Es sprudelt weiter …