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Im Moment ist die Biografie von Dirk Roßmann in aller Munde – dem Gründer der gleichnamigen Drogeriekette. Diese und der Anruf einer Dame vorgestern sind der Anlass des heutigen Blogs darüber, wie unterschiedlich Menschen an das Schreiben der eigenen Biografie herangehen.

Erstmal wieder sammeln

Die Dame aus Hamburg war vor sieben Jahren eine Kundin gewesen –  wie wohlvertraut die Stimme mir nach der langen Zeit noch war! Damals hatte sie den ersten Teil ihrer Biografie mit mir niedergeschrieben. Die Wirrungen des Lebens kamen dazwischen und das Projekt zum Erliegen, immerhin ein Ausdruck mit einfacher Spiralbindung war das Ergebnis. Doch nun ist die Kundin wieder so weit: Wir haben uns verabredet und freuen uns auf die ungezwungenen Gespräche über Mutter-, Ehe- und Enkeljahre. Denn nun rücken die inzwischen fast volljährigen Enkel als künftige Leser in den Fokus der Dame.

Keine halben Sachen…

….und so bald wie möglich. Das wünschte sich ein anderer Anrufer aus der letzten Zeit. Nachdem seine Kinder ihm einen Gutschein für eine Biografie zu Weihnachten geschenkt hatten, ging er erst einmal in sich und war gar nicht überzeugt von der Sache. Als er sich dann aber für die Biografie entschieden hatte, fing er sofort mit der Arbeit an und machte sich Notizen und Zeitpläne für kommende Gespräche. Er hatte sich einen Endpunkt für die Biografie gesetzt, damit er sich anschließend wieder anderen Dingen zu wenden kann.

Wie ein Besuchsabo

Mir sehr ans Herz gewachsen ist eine alte Dame, die inzwischen über 90 Jahre alt ist. Über ein Jahr lang besuchte ich sie fast einmal pro Woche, um ihr Leben aufzuschreiben. Sie hatte viel zu erzählen. Dazu waren die Tage lang für sie geworden – durch ihre rasch einsetzende Blindheit konnte sie vielen Beschäftigungen nicht mehr nachgehen, vor allem nicht dem geliebten Lesen. Da kam ich gerade recht. Regelmäßig las ich ihr vor, was ich frisch aufgeschrieben hatte, und erhielt von ihr Korrekturanweisungen mit literarischem Feingefühl. Das war eine schöne, lange Zusammenarbeit.

Biografie als Marketinginstrument

Im letzten Jahr habe ich mich erstmals mit dem Werden einer Firma beschäftigt. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr 100-jähriges Jubiläum – Anlass genug für einen konzentrierten Rückblick, der auch Kunden interessiert. Gut, dass für all diese Jahre genug Zeit eingeplant war! Eine Struktur für das Buch zu finden, Dokumente aufzuspüren, zu werten und einzubinden, Informationen schriftlicher und mündlicher Art zu sammeln – all das erforderte viel Zeit und Energie. Da war vieles neu für mich. Vor allem, dass ich es hier mit gleich mehreren Gesprächspartnern zu tun hatte und mich nicht wie sonst auf nur eine Person konzentriert habe. Eine tolle Herausforderung!

08/15 gibt es nicht

Gewiss, es gibt die Biografie, die von den Kinderjahren an ein ganzes Leben bis zum hohen Alter beschreibt. Aber jedes Leben verläuft anders und wie unterschiedlich die Menschen sich ihrer eigenen Biografie nähern, erlebe ich immer wieder neu. Es macht mir Spaß, mit meinen KundInnen den von ihnen gewählten Weg zu gehen oder ihnen Richtungen aufzuzeigen. Denn fast nichts ist unmöglich, auch wenn man nicht Dirk Roßmann heißt!